Alleine auf Reisen oder doch lieber Mädelsurlaub?
Ist es gefährlich oder eher vorteilhaft, wenn eine Frau ganz allein reist? Eines steht fest: Frauen sind nicht ängstlicher als Männer, und Gefahren drohen beiden Geschlechtern gleichermaßen – jedenfalls die üblichen Gefahren. Das beginnt mit überhöhten Rechnungen von Taxifahrern und in kleinen Pensionen, setzt sich über Taschendiebstahl fort und hört bei einer exotischen Krankheit noch lange nicht auf. Die Vorteile scheinen dennoch zu überwiegen: Denn schon zwei Frauen bilden – mehr noch als ein Ehepaar – eine Insel, in der frau mit sich und der Gefährtin mehr beschäftigt ist als mit der Umwelt. Allein hingegen stellen sich Kontakte her, die frau durchaus zu steuern weiß.
Frauen berichten über Reisen allein
Eine Fünfzigerin, die seit Jahren allein reist, schildert vier Situationen, die als Standards für Urlaubsüberraschungen und -Gefühle gelten dürfen: In Namibia traf sie im Busch einen Elefanten. Man stand sich gegenüber und blickte sich in die Augen – ohne Angst auf beiden Seiten. Langsam drehte der Bulle dann ab. In Ecuador wurde sie von maskierten Gangstern auf der Landstraße überfallen – das Rufen von Männernamen rettete sie. In der Mongolei machte sie Bekanntschaft mit einer jungen, energiegeladenen Frau, die ihre männliche Umgebung komplett ausstach. In Spanien war sie einsam in einem Restaurant voller Pärchen und Familien. So bewahrheitet sich der Spruch: Wenn eine(r) eine Reise tut, dann kann man was erzählen …
