“Einkaufen tut der Seele gut”
Gerade habe ich auf einer Internetseite eine Seidenbluse bestellt, zwei Kleider und eine zweite Bluse. Brauch ich das? Naja, nicht unbedingt. Doch einkaufen tut meiner Seele gut. Beim Blick aufs Bankkonto kommt dann das schlechte Gewissen. Doch irgendwie ist das Shopping-Fieber einfach unheilbar.
Ich bin mir sicher, dass es Tausenden – ja vielleicht sogar Millionen Frauen genauso geht. Sie sind richtige Shopaholics. An und für sich gibt es dabei ja auch kein Problem, wenn da das Bankkonto nicht wäre und die liebe Visa, Mastercard oder Herr American Express nicht mit einer Abrechnung vor der Tür stehen würde. Was also tun, wenn das Verlangen groß und die Disziplin klein ist?
Mein Vorschlag: Wenn das Shoppen per Mausklick schon nicht so einfach gestoppt werden kann, dann sollte man mindestens auf Schnäppchen achten. Denn oft kann man gerade beim Online-Shoppen viel Geld sparen. Etwa wenn man teure Klamotten in Outlet-Shops im Internet bestellt. Hier lassen sich teilweise bis zu 50 Prozent sparen. Zudem: Warum zehn Oberteile von einer billigen Marke kaufen, die nach dem dritten Waschgang Form und Farbe verlieren? Ich investiere auch mal gern etwas mehr Geld in hochwertigere Stoffe und Materialien.
Das lohnt sich: Eine Bluse einer tollen Designerin ist seit drei Jahren mein Eigen. Wunderschön und sie sieht so perfekt aus wie am ersten Tag. Die Freude währt länger und möglicherweise hilft die Freude über ein teures und edles Stück auch in Sachen Selbstdisziplin weiter. Immerhin hat man sich dann ja was „gegönnt“. Zudem nutze ich beim Internet-Einkauf auch die beliebten Rabattgutscheine. Wer sich hier im Netz umschaut, der kann Geld sparen. Bei meinem Einkauf heute waren es immerhin 38 Euro. So kann man ganz leicht Top-Aktionen ausfindig machen.
Sich das Shoppen ganz verbieten? Diesen Versuch hab ich bereits hinter mir und es steht eindeutig fest: Es ist unmöglich – zumindest für einen Shopaholic wie mich. Deswegen lässt sich mein Gewissen zumindest damit beruhigen, dass ich 38 Euro gespart habe.
Doch irgendwie reicht das noch nicht. Fest vorgenommen für das neue Jahr: Einige edle und hochwertige Stücke anstatt ein Kleiderschrank voller Fehlkäufe. Denn weniger ist oft mehr. Und jede Frau kennt doch das Problem: Der Kleiderschrank ist voll und trotzdem hat man irgendwie nichts zum Anziehen.
Oder: Die Lieblingsjeans wird solange getragen, bis sie in die Altkleidersammlung muss. Für 2012 ist das also meine Strategie: Edle und hochwertige Stücke, Outlet-Shops und Rabattgutscheine. So wird aus meinem unkontrollierten Kaufen vielleicht eine vernünftige Garderobe mit gutem Gewissen.

