Onlineshopping: Darf es ein bisschen weniger sein?

Onlineshopping: Darf es ein bisschen weniger sein?
Elke war ein hässliches Mädchen. Sie hatte schon im zarten Alter von neun Jahren eine deutlich zu lange und zu spitze Nase. Sie trug eine gigantische Zahnspange, hatte eine Mischung aus Sommersprossen und Pickel und war erschreckend dürr. Wenn sie im Sommer ein kurzes Röckchen trug, war das unter “optische Belästigung” einzustufen, denn ihre Beine waren dünn wie Besenstiele, dafür waren unten riesige Füße und in der Mitte irgendwelche abnormen Ausbeulungen, die bei anderen Mädchen vielleicht als Knie durchgegangen wären.
Trotz solcher äußerer Nachteile war Elke das mit Abstand beliebteste Mädchen in der gesamten Nachbarschaft. Ihr Freund zu sein war Privileg und Statussymbol, um das sich sämtliche männlichen Heranwachsenden heftig bemühten. Das lag nun allerdings weniger an Elke als an ihrer Tante. Diese Tante hatte nämlich einen Lebensmittelladen, in dem auch sämtliche kalorienreichen, ungesunden, aber leckeren Dinge im Angebot waren, die den normal begabten Nicht-Erwachsenen begeistern. Und wenn man als Freund und in Begleitung von Elke diesen Laden betrat, dann war klar: Man bekommt Sonderkonditionen.
Das ist lange her, was schon daran erkennbar ist, dass es keine Elke gibt, die nicht schon mindestens ihren 40. Geburtstag gefeiert hätte. Aber das ist egal, zeigt das genannte Beispiel doch in immer neuer Aktualität, dass der Mensch als Schnäppchenjäger auf die Welt kommt. Heute ist alles einfacher. Die Erfindung von
Rabattgutscheinen erlaubt es Kunden, auch dann Prozente zu ergattern, wenn man nicht gerade der Freund eines spinnenbeinigen Mädchens ist. Wer nach einem neuen Rechner Ausschau hält, kann sich per
einfach-sparsam.de einen
Gutschein der Firma Dell ergattern. Wer weniger Hardware, dafür Outfit braucht, wird sich über einen
Gutschein von S. Oliver freuen. So spart man und kann frisch ausgestattet Elke unter die Augen treten.