Vitamin C kann Erkältungen nicht vorbeugen
Einem aktuellen Medienbericht zufolge haben Forscher entdeckt, dass Vitamin C keinen Einfluss darauf hat, ob man eine Erkältung bekommt oder icht. Demnach kann man mit Vitamin C einer Erkältung nicht vorbeugen. Allerdings kann es dafür sorgen, dass man nicht so lange krank ist.
Vitamin C und Erkältung: Das galt lange als Klassiker, um nicht krank zu werden. Doch jetzt haben Wissenschaflter durch eine groß angelegte Studie gezeigt, dass eine erhöhte Dosis von Vitamin C nicht vor einer Erkältung schützen kann. Zwar stärkt das wichtige Vitamin das Immunsystem. Doch einen Schutz vor Schnupfen und Husten kann es offenbar nicht bieten. Damit ist auch die prophylaktische Einnahme von Vitamin C bei einer Erkältung offenbar sinnlos. Allerdings gehen Wissenschaftler durchaus von einem positiven Nutzen des Vitamins aus: Es soll etwa vor Krebs und Herzinfarkt schützen.
An der Studie waren dabei weltweit 11.000 Menschen beteiligt. Sie schluckten täglich 200 Milligramm Vitamin C. Der Bedarf wird von Experten auf nur 100 Milligramm pro Tag geschätzt. Damit wurde den Probanden also eine “Überdosis” verabreicht. Aber selbst diese hohe Dosis konnte keinen Schutz vor einer Erkältung bieten. “Es ist daher einfach nicht sinnvoll, 365 Tage im Jahr Vitamin C einzunehmen, nur um das Risiko eines Schnupfens durch zu verringern”, gab Studienleiter Harri Hemilä von der Universität von Helsinki zu bedenken.
Zudem raten Experten dazu, eher auf eine ausgewogene Ernährung zu setzen als auf Vitamintabletten. Denn die meisten Produkte enthalten nur künsltich hergestelltes Vitamin C. Forscher gehen davon aus, dass natürlich vorkommendes Vitamin in Obst und Gemüse besser vom Körper aufgenommen werden kann. Aber immerhin hilft Vitamin C gegen Schnupfen, da es ja die Dauer eines Schnupens verkürzt. Und auch Vitamin C gegen Husten ist von Vorteil.
